Eine Glücksrandbemerkung.

Am Morgen bringe ich täglich meine kleine Tochter in den Kindergarten. Sie vergewissert sich, dass ich ihr beim Weggehen „vom Rand und nicht von der Straße“ zuwinke. Was das bedeutet weiß ich nicht. Es spielt auch keine Rolle, denn ich mache es offenbar instinktiv richtig. Wenn ich am Rand vorm Fenster stehe, sie mir winkt, ich ihr und wir uns gegenseitig Küsshändchen zuwerfen, breitet sich Glückseligkeit in mir aus. Es überkommt mich dabei das zutiefst beruhigende Gefühl, zu ihr zu gehören, ohne dass sie mir gehört. Wir gehören uns, hören uns, stimmen überein. Das Glück ist eben eine Randerscheinung und die Mitte nicht immer in der Mitte.

18. Oktober 2019

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